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Eine seltene Rasse mit großer Geschichte

Das Krainer Steinschaf

Das Krainer Steinschaf zählt zu den ältesten Schafrassen im Alpenraum und begeistert bis heute mit seiner Robustheit, Vielseitigkeit und seinem ruhigen Wesen.

Weidelamm & Produkte
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Ein Schaf, das dein Herz berührt.

Tradition, Charakter und Vielseitigkeit seit Generationen

Das Krainer Steinschaf (Bovec-Schaf) ist eine autochthone Rasse der Julischen Alpen im Dreiländereck Kärnten, Slowenien und Italien, das als klein bis mittelrahmiges, feingliedriges Milchschaf bekannt ist. Besonders charakteristisch sind die kurzen, waagrecht abstehenden Ohren, das unbewollte Gesicht und Beine, während Bauch und Schwanz stets bewollt sind.

Bei weiblichen Tieren ist das Nasenprofil geradlinig, während männliche Tiere leicht ramsnasig sein dürfen. Die Tiere sind  überwiegend hornlos – nur etwa 10 % tragen Hörner. Das Fell zeigt eine grobe Mischwolle in verschiedenen Farben: weiß, schwarz, grau oder gescheckt; die Köpfe sind bunt gezeichnet. Mutterschafe wiegen 50–60 kg, Widder 70–80 kg.

Krainer Steinschafen

Charakter und Robustheit

Das Krainer Steinschaf ist bekannt für seinen ausgeglichenen und zutraulichen Charakter. Jahrhundertelange Nutzung als Milchschaf hat die Rasse eng an den Menschen gebunden – die Tiere sind ruhig, standorttreu und dem Menschen zugewandt. Die Krainer Steinschafe verfügen über hervorragende Muttereigenschaften sowie eine gute Milchleistung, weshalb sich die Rasse besonders für die reine Mutterschafhaltung eignet. Sie erlernen rasch neue Treibwege zu Weiden und Almen und zeigen einen starken Herdenzusammenhalt. Darüber hinaus sind sie robust, genügsam, stresstolerant und krankheitsresistent. Trockene Gebiete und raues Klima bereiten ihnen keine Schwierigkeiten.

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Dreinutzungsrasse:
Milch, Fleisch, Wolle + Landschaftspflege

Eine Rasse, die alles kann - und dabei die Landschaft bewahrt

Milch

Ein besonderes Merkmal ist der asaisonale Brunstzyklus. Dadurch können Krainer Steinschafe im Gegensatz zu den meisten Milchschafen das ganze Jahr über gemolken werden.

Fleisch

Das Fleisch der Krainer Steinschafe gilt als Delikatesse – mager, feinfasrig und mit einem dezenten, feinwürzigen Aroma. Seine Qualität entsteht durch natürliche Weidehaltung.

Wolle

Die Schur erfolgt zweimal jährlich im Frühjahr und Herbst. Die Wolle – in Weiß, Schwarz, Grau und Gescheckt – eignet sich hervorragend für Teppiche, Filzen und als Strickwolle.

Landschaftspflege

Aufgrund ihrer Genügsamkeit, Trittsicherheit und Widerstandsfähigkeit werden die Schafe zur Beweidung von extensiven Grünlandflächen, Almen und kargen Gebieten eingesetzt.

Fruchtbarkeit und Aufzucht

Die Rasse ist früh geschlechtsreif und sehr fruchtbar. Zwillingsgeburten sind häufig, und drei Ablammungen in zwei Jahren sind möglich. Das ideale Erstablammalter liegt bei 16 – 18 Monaten, bei einer Tragezeit von 145 - 150 Tagen.

Bestand und Auszeichnungen

1988 und 1991 wurden reinrassige Krainer Steinschafe aus Slowenien nach Österreich importiert. 1992 erfolgte die Anlegung eines Herdbuchs. Seit 1995 ist das Krainer Steinschaf als „hochgefährdet“ im Öpul Programm anerkannt und wird als „Seltene Nutztierrasse“ gefördert.

In Österreich gibt es derzeit rund 3.500 Mutterschafe und 230 gekörte Zuchtwidder, gehalten von etwa 170 Betrieben – fast zwei Drittel davon in biologischer Wirtschaftsweise. Die Herdengrößen variieren zwischen 10 und 300 Schafen pro Betrieb.

Im Jahr 2009 zeichnete Slow Food International das Krainer Steinschaf mit dem Titel „Arche des Geschmacks" aus – eine Anerkennung dafür, dass es sich um eine ursprüngliche, regionale und schützenswerte Rasse handelt, die es zu bewahren gilt.

Krainer Steinschaf
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